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SynErgie in der Fabrik der Zukunft

Ressourceneffizienz und Digitalisierung werden in den Fabriken Deutschlands künftig immer wichtiger. Wie muss eine Fabrik in Zukunft also aussehen? Das Kopernikus-Projekt SynErgie war zu Besuch bei dem Projektpartner TRUMPF und hat sich dort mit dieser wichtigen Thematik auseinandergesetzt.

Besuch bei TRUMPF in Ditzingen Lena Hitzenberger
Besuch bei TRUMPF in Ditzingen

Seit Jahren schon steht die von SynErgie organisierte Veranstaltung „Visit-the-Best“ für einzigartige Einblicke in die Industrie. Sie ist Teil der Nachwuchsförderung, die den interdisziplinären Austausch von Wissen und Erfahrungen fördern und vermitteln soll. In diesem Jahr hatten Teilnehmende aus dem Projekt die Möglichkeit neben spannenden Vorträgen einen tiefgreifenden Einblick in die Technologien und Produkte des Hochtechnologieunternehmens TRUMPF in Ditzingen zu erhalten. Vor allem die Smart Factory ist ein innovatives Produkt, das die Produktion automatisieren soll. In dieser „intelligenten Fabrik“ wird eine Arbeitsumgebung geschaffen, in der Menschen, Maschinen, Software und Automatisierung so zusammenspielen, dass auf allen Ebenen möglichst effizient produziert werden kann. Ziel ist es, Transparenz in der Produktion zu schaffen und die Produktivität zu steigern. Ein wichtiger Baustein dafür ist die Digitalisierung. Durch die digitale Vernetzung wird nicht nur die Personaleinsatzplanung, sondern auch die Produktion und Auslieferung konkret geplant. Die Smart Factory bedient mehrere Ausbaustufen, wobei die Vollautomatisierung die höchste Stufe darstellt.

Die Teilnehmenden des Visit-the-Best haben insgesamt drei Maschinen aus den Bereichen Lasertechnik und Blechbearbeitung besichtigt und hatten die Möglichkeit tiefer in die digitale Vernetzung einzutauchen. Von besonderem Interesse war für die Teilnehmenden die Frage nach dem Energiemonitoring der einzelnen Maschinen.

Energiemonitoring für Wettbewerbsfähigkeit

Energiemonitoring bezeichnet hier den Prozess der kontinuierlichen Überwachung, Erfassung und Analyse des Energieverbrauchs während des Produktionsprozesses. Dies wird in Zukunft bei TRUMPF Maschinen eine wichtige Rolle spielen und wird der Fokus des Unternehmens in SynErgie III sein. In Bezug auf die Energieflexibilität kann das Energiemonitoring beispielsweise helfen, die Produktionskosten zu senken. So können über Tag Aufträge durchgeführt werden, die energieintensiver sind, aber durch die Nutzung erneuerbarer Energien kostengünstiger werden (weil beispielsweise eine PV-Anlage vorhanden ist). Hierfür ist eine energieflexible Maschinenbelegungsplanung notwendig und das Energiemonitoring der Grundbaustein. Um dieses Ziel zu erreichen, sollen die aktuell verwendeten digitalen Tools (wie sie beispielsweise in der Smart Factory genutzt werden) erweitert werden.

Dies spielt auch für die Wettbewerbsfähigkeit eine wichtige Rolle, denn wenn Produkte dadurch energieeffizienter hergestellt werden, können sie nicht nur günstiger angeboten werden, sondern leisten auch einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz.

Den Abschluss der Veranstaltung bildete ein spannender Vortrag über die Erzeugung von EUV-Strahlung mit einem CO2-Hochleistungslasersystem vom TRUMPF. Da sich die Anzahl der Transistoren in einem integrierten Schaltkreis etwa alle 18 Monate verdoppelt, müssen immer mehr Transistoren auf den Halbleitern der Chipsets untergebracht werden. Bei der Herstellung der Chips spielt TRUMPF eine wichtige Rolle und hat in enger Zusammenarbeit mit anderen Entwicklern ein einzigartiges CO2-Lasersystem entwickelt, mit dem inzwischen mehr als 100 Wafer pro Stunde bearbeitet werden können. Damit ist die EUV-Lithografie nicht nur technisch, sondern auch wirtschaftlich ein voller Erfolg für Chiphersteller Welt.

Wofür steht TRUMPF?

Wer in den vergangenen Monaten die Nachrichten verfolgt hat, kann sich sicherlich noch an den grünen Laser erinnern, der im Raum Stuttgart im Umkreis von bis zu 80 Kilometern beobachtet werden konnte. Der grüne Megalaser symbolisiert die längste Geburtstagskerze der Welt. Das Hochtechnologieunternehmen zündete sie anlässlich des 100. Firmenjubiläums mehrere Tage in Folge von Sonnenuntergang bis Mitternacht auf seinem Werksgelände in Ditzingen. TRUMPF bietet Fertigungslösungen in den Bereichen Werkzeugmaschinen und Lasertechnik. Die digitale Vernetzung der produzierenden Industrie treibt das Unternehmen durch Beratung, Plattform- und Softwareangebote voran. TRUMPF ist einer der Technologie- und Marktführer bei Werkzeugmaschinen für die flexible Blechbearbeitung und bei industriellen Lasern.

Ein riesiges Dankeschön an TRUMPF für die Gastfreundschaft und die wertvollen Erkenntnisse. Danke für die spannenden Vorträge und die bereichernde Führung!

TRUMPF erklärt die digitale Vernetzung der Lasermaschine Lena Hitzenberger
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Blechverarbeitung bei TRUMPF Lena Hitzenberger
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Exakte Ausmessung für das Löten Lena Hitzenberger
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