Menu Close

News

Kopernikus-Projekte diskutierten Ergebnisse und Pläne

Die gemeinsame Mission ist bekannt: der Energiewende den Weg bereiten. Doch auf welche Erfolge können die Kopernikus-Projekte aufbauen, wenn sie in die nächste Projektphase eintreten? Antworten auf diese Frage lieferten Expertinnen und Experten aus den Projekten im Diskurs mit Politik und Wirtschaft beim diesjährigen Symposium in Berlin.

©Kopernikus-Projekte

Fachleute aus allen Kopernikus-Projekten haben zwei Tage getagt und sich ausgetauscht. Schwerpunktthema in diesem Jahr war „Energiesicherheit und Klimaneutralität: Wege zur Beschleunigung der Energiewende“. Mit diesem Fokus als Richtungsweiser diskutierten die Expertinnen und Experten mit Gästen aus Politik und Wirtschaft sowie vor Publikum zwei Tage. Der erste Tag fand hybrid in Berlin und per Live Stream statt, der zweite bestand aus Online-Workshops.

Insgesamt kamen rund 200 Menschen im Berliner Tagungswerk zusammen, 230 weitere verfolgten das Geschehen virtuell. An den Sessions am zweiten Tag nahmen 200 Menschen teil.

Die Gesamtveranstaltung eröffnete Professor Dr. Ottmar Edenhofer, Sprecher des Kopernikus-Projekts Ariadne. „Klimapolitik muss sozial gerecht gestaltet und mit Energiesicherheit versöhnt werden. Dafür braucht es Mut, und den haben wir“, unterstrich er stellvertretend für alle BMBF-geförderten Kopernikus-Projekte und -Partner deren Tatendrang und Ambitionen.

Bettina Stark Watzinger, Bundesministerin für Forschung und Bildung, wandte sich in einer Videobotschaft an das Plenum. Sie unterstrich dabei die wichtige Rolle der Kopernikus-Projekte: „Sie kooperieren intensiv mit Wirtschaft und Zivilgesellschaft, entwickeln saubere Technologien made in Germany.“

Wie wichtig industrielle Energieflexibilität als Technologie für die gelingende Energiewende ist, erörterten im GesprächProf. Dr-Ing. Alexander Sauer, als Sprecher von SynErgie mit den anderen Kollegen aus ENSURE und P2X, sowie Herrn Dr. Matthias Stark, Leiter des Fachbereichs Erneuerbare Energiesysteme im Bundesverband Erneuerbare Energie.

Zusätzlich wurden regulatorische Handlungsoptionen für das Gelingeln der Energiewende von Fachleuten, Industrie- und Wirtschaftsvertretenden diskutiert. Herr Dr. Martin Weibelzahl konnte das gesammelte Wissen aus SynErgie und die entwickelten Konzepte für das Strommarktdesign der Zukunft gut platzieren. Dabei wurden auch die Instrumente wie der EU-Emissionshandel, Steuern und Umlagen, sowie Energieflexibilität debattiert.

Einen weiteren Impuls konnte Karen Perrey von der Covestro AG liefern. In einem kurzen und sehr spannenden Pitch brachte Frau Perrey den Zuschauern und Zuschauerinnen die energieflexible Chlor-Alkali-Elektrolyse nahe. Der innovative Technologieansatz zeigte den politischen Entscheidungsträgern, dass viele der Technologien für das Gelingen der Energiewende bereits entwickelt sind und nun bei gegebenen Anreizen skaliert werden können.

Am zweiten Tag folgte die virtuelle Diskussion zur Energieflexiblen Modellregion Augsburg mit Dr. Steffi Ober, Jana Köberlein, Peter Schwägerl und Bruno Blöchl, sowie als Moderatorin Julia Schulz. Nach sechs Jahren Projektarbeit und einem erfolgreichen konzeptionellen Testbetrieb des lokalen Energieflexibilitätshandels ziehen die Stakeholder Bilanz: Lessons Learned als Basis für die Übertragung auf weitere Regionen in Deutschland und zukünftige Herausforderungen bei der Realisierung energieflexibler Fabriken und Regionen.

Zusammenfassend war die Veranstaltung für alle Kopernikus-Projekte ein Erfolg. Bettina Stark Watzinger, Bundesministerin für Forschung und Bildung, teilte mit, dass es eine weitere dritte Förderphase geben soll.

Das Kopernikus-Projekt Ariadne als Organisator des Events hat mit einer eigenen Bildergalerie und weiteren Videos das Kopernikus-Symposium nachbereitet. Auf dieser Seite ist alles zu finden.