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SynErgie zieht Zwischenbilanz

Während der Corona-Krise ist Deutschlands Stromverbrauch stark gesunken; der Anteil Erneuerbarer Energien gleichzeitig stark gestiegen. Beim Gesamtprojekttreffen des Kopernikus-Projekts SynErgie diskutierten über 120 Teilnehmende, warum die derzeitige Situation mit zukünftigen Energieszenarien nicht vergleichbar ist. Zwei neue Projektpartner stellten zudem ihre Forschungsthemen bis 2022 vor.

TU Darmstadt: PTW
Auszug der Teilnehmenden des virtuellen Gesamtprojekttreffens im Projekt SynErgie am 29. September 2020. © PTW, TU Darmstadt

Bei einem virtuellen Gesamtprojekttreffen hat das Kopernikus-Projekt SynErgie den Zwischenstand der zweiten Förderphase diskutiert. Thema waren unter anderem die Auswirkungen der Corona-Krise auf das Stromnetz. So ist der Anteil Erneuerbarer Energien (EE) während der Pandemie stark gestiegen. Eine Situation, für die SynErgie Lösungsansätze entwickelt. Denn mit einer Zunahme des EE-Anteils nehmen auch die Schwankungen im Stromnetz absehbar zu. Daher untersucht SynErgie, wie die Industrie helfen kann diese Schwankungen durch eine Anpassung der Stromnachfrage auszugleichen, um das Stromnetz zu stabilisieren.

Während Corona kommt es bislang allerdings zu keinen größeren Versorgungs-Problemen – trotz starker Zunahme des EE-Anteils. Grund dafür ist laut Hans Ulrich Buhl, dem wissenschaftlichen Leiter des Kompetenzzentrums Finanz- und Informationsmanagement und der Projektgruppe Wirtschaftsinformatik am Während Corona kommt es bislang allerdings zu keinen größeren Versorgungs-Problemen – trotz starker Zunahme des EE-Anteils. Ein relevanter Grund dafür ist laut Hans Ulrich Buhl, dem wissenschaftlichen Leiter des Kernkompetenzzentrums Finanz- und Informationsmanagement sowie der Projektgruppe Wirtschaftsinformatik (FIM/FIT) in Augsburg und Bayreuth, der massive Rückgang der Stromnachfrage. „Die Situation, die wir gerade haben, ist mit einem zukünftigen Energieszenario mit massivem Netzausbau vergleichbar“, so Buhl während des SynErgie-Gesamtprojekttreffens. „Es wäre allerdings falsch, davon auszugehen, dass sich die heutige Situation auf die Zukunft übertragen ließe.“ In anderen Worten: Es wäre ein Irrglaube davon auszugehen, dass auch im Stromnetz der Zukunft kein Bedarf an Energieflexibilitätstechnologien bestünde.

Die Teilnehmenden des Synergie-Treffens diskutierten allerdings nicht nur die aktuelle Entwicklung des Strommarkts, sondern informierten sich auch über die Zwischenstände in den Kopernikus-Schwesterprojekten und den weiteren SynErgie-Arbeitspaketen. Besondere Aufmerksamkeit erhielten dabei zwei neue Partner des Projekts: Steinbacher-Consult und Entelios. Das mittelständische Ingenieursbüro Steinbacher-Consult wird bis 2022 Flexibilitätspotenziale und Umsetzungs-Möglichkeiten im Bereich der E-Mobilität ermitteln. Dazu fokussiert sich das Unternehmen zunächst auf Fuhrpark-Flotten und Dienstfahrzeuge. Generell ist allerdings auch die Entwicklung von Flex-Technologien für den ÖPNV und für Transportfahrzeuge denkbar. Der Flexibilitätsvermarkter Entelios hingegen widmet sich in SynErgie vor allem dem Verkauf von Flexibilität in der energieflexiblen Modellregion Augsburg. Dazu entwickelt Entelios Lösungen, mit denen Unternehmen, die ihre aktuellen Flexibilitätspotenziale automatisiert an eine Unternehmensplattform weiterleiten, diese mit Unterstützung der Marktplattform vermarkten können und unterstützt bei Studien zu Möglichkeiten der Ausgestaltung eines Flexibilitätsmarkts in ganz Deutschland.

Weitere Informationen zur Corona-bedingten Sondersituation im Stromsystem finden Sie in einer Vorveröffentlichung eines wissenschaftlichen Papers. Projektpartnerinnen und Projektpartner finden die Unterlagen zum Gesamtprojekttreffen hier.